Newsletter vor naturgucker.de aus dem Jahr 2022

17. September 2022

naturgucker.de: Spannende Beobachtungsschwerpunkte

Guten Tag,

normalerweise dominieren in dieser Zeit des Jahres frisch hochgeladene Vogelfotos die Bildersammlung von naturgucker.de. Doch das große Interesse an der Nosferatu-Spinne, das seit Kurzem durch die Publikumspresse geschürt wird, hinterlässt auch auf unserer Webseite überdeutliche Spuren. Gemeinsam mit dem NABU Baden-Württemberg hat naturgucker.de Ende August eine kostenlos nutzbare App zum Melden von Beobachtungen dieser ursprünglich in Südeuropa heimischen Spinnenart erstellt. Anfangs ahnten wir noch nicht, wie erfolgreich der damit verbundene Meldeaufruf sein würde … In einem Beitrag auf naturwerke.net haben wir die Hintergründe dazu notiert.  Darin wird auch deutlich, welch wichtiger Datenschatz innerhalb kürzester Zeit zusammengetragen wurde! Einblicke in die bereits erfolgte Auswertung gibt es in einem weiteren Beitrag.

Was der Extremsommer gebracht hat

Dass es in diesem Jahr so viele Nosferatu-Spinnen zu sehen gab und gibt, dürfte mit am heißen, trockenen Sommer gelegen haben. Er hat außerdem wahrscheinlich viele weitere Artengruppen beeinflusst – positiv wie negativ. Während des diesjährigen Zählzeitraumes der Aktion NABU Insektensommer im August belegten Hummeln die ersten drei Plätze der gemeldeten Insektenarten, gefolgt vom Kleinen Fuchs und dem Großen Heupferd. Vier weitere Hautflügler sowie ein Schmetterling, das Taubenschwänzchen, komplettierten die Top 10. In Bezug auf diese Top-10-Arten zeigt die Datensammlung von naturgucker.de sehr ähnliche Beobachtungszahlen.

Aber: Verglichen mit dem Mittelwert von 2018 bis 2021 fiel die Anzahl aller im Sommer gemeldeten Libellen- und Käferbeobachtungen im Jahr 2022 um circa 20 % niedriger aus. Bei den Heuschrecken sind es minus 14 %. Wirklich tragfähige Aussagen über langfristige Bestandsentwicklungen sind anhand der vorliegenden Daten dennoch vorerst nicht möglich. Es ist wichtig, die Datensammlung künftig weiter zu vergrößern. Daran können Sie aktiv mitwirken, und das nicht nur bezüglich Insekten und Spinnen!

Noch mehr Beobachtungsschwerpunkte

Vor wenigen Wochen wurde ein neues Beobachtungsprojekt gestartet, das auf naturgucker.de als Meldeplattform setzt und die Verbreitung der Haselmaus in den Fokus nimmt. Nachweisen lassen sich diese heimlich lebenden Säugetiere anhand ihrer charakteristischen Nagespuren an den Schalen von Haselnüssen. Der Bestimmungsschlüssel in der kostenlosen App zum Projekt hilft beim Erkennen.

Für die Zugvogelbeobachtung im Rahmen der Aktion Birdwatch am 1. und 2. Oktober 2022 setzt der NABU ebenfalls auf eine kostenlose App basierend auf naturgucker.de. Damit können Vogelbeobachtungen ohne großen Aufwand gemeldet werden.

Jetzt den Vogel des Jahres wählen

Für die öffentliche Wahl zum Vogel des Jahres 2023 hat unser Partner NABU gemeinsam mit dem LBV fünf charismatische Kandidaten aufgestellt. Als Botschafter für den Schutz der Gefiederten würden sie freilich alle eine gute Figur machen. Trotzdem kann nur einer als Sieger aus der Wahl hervorgehen. Wer ist Ihr Favorit? Braunkehlchen, Feldsperling, Neuntöter, Teichhuhn oder doch der Trauerschnäpper? Hier können Sie sich über die Titelanwärter informieren und – sofern noch nicht geschehen – bis zum 27. Oktober Ihre Stimme abgeben.

Traurige Abschiede

Bei all dem Positiven gibt es leider auch Wermutstropfen. Mit zwei besonderen und für naturgucker.de wichtigen Menschen können wir die Freude über die spannenden Entwicklungen der vergangenen Wochen bedauerlicherweise nicht mehr teilen. Bereits Anfang Mai 2022 schied die langjährig engagierte Naturguckerin Maike Sprengel-Krause aus dem Leben. Vielen dürfte sie wegen ihrer wertvollen Hilfestellungen zur Artbestimmung aus den Kommentaren auf naturgucker.de bekannt sein.

Ende August verstarb Hartmut Mai nach schwerer Krankheit. Er war nicht nur viele Jahre beim NABU Hessen aktiv, sondern ein großer Unterstützer und wichtiger Weggefährte von naturgucker.de. Auf ihn war immer Verlass und bei allen NABU|naturgucker-Kongressen der vergangenen Jahre hat er mit seiner unverwechselbaren Art durch das Programm geführt.

Unser Mitgefühl gilt den Verwandten und Freunden der beiden Verstorbenen.

Herzlicher Gruß

Jörg Chmill-Völsch, Yvonne Christ, Frank P. Gröhl, Gaby Schulemann-Maier, Ina Siebert, Stefan Munzinger
und das gesamte Team von naturgucker.de

 

PS: Falls Sie uns ein wenig finanziell unterstützen möchten – naturgucker.de ist als gemeinnützig anerkannt und darf deshalb Spendenquittungen ausstellen. Wir würden uns sehr freuen!
naturgucker.de gemeinnützige eG * IBAN DE06 4306 0967 4104 3103 00 * GLS Bank

 

* Das Projekt NABU|naturgucker-Akademie wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

6. August 2022

 

naturgucker.de: Insektensommer Runde 2 und neues (Fliegen-)Pilzwissen

Guten Tag,

in vielen Gebüschen zirpen nun abends wieder Große Heupferde, während sich am Boden auf Wiesen Kurzfühlerschrecken tummeln. Zumindest dort, wo nach den sehr heißen zurückliegenden Tagen noch saftige Pflanzen übrig geblieben sind. Neben den Heuschrecken sind verschiedene weitere Insekten aktiv, unter ihnen Schmetterlinge und Wanzen. Dagegen haben die Käfer ihre diesjährige Hauptsaison bereits hinter sich. Trotzdem lohnt es sich, nach ihnen und anderen Insekten Ausschau zu halten und die Sichtungen bei der Mitmach-Aktion NABU Insektensommer zu melden. Noch bis zum 14. August 2022 läuft sie, und wie gezählt werden sollte, beschreibt unser Partner NABU auf der Projekt-Webseite.

Da sich die Aktion nun in ihrem fünften Jahr befindet und bereits eine enorme Datensammlung zusammengekommen ist, werden wir in Kürze eine vergleichende Auswertung der Daten erstellen. Mit einbeziehen werden wir dabei die Witterungsbedingungen der einzelnen Jahre. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse, in die selbstverständlich jede Insektenmeldung – auch die auf naturgucker.de hochgeladenen – einfließen wird!

Wissenslücken füllen und Pilze kennenlernen

Schon als Kinder erfahren viele Menschen von Fliegenpilzen, wenn auch meist über Bilder und Geschichten. In der Natur werden die charakteristischen Fruchtkörper daher gleich erkannt, sofern sie entdeckt werden. Obwohl diese Pilzart so charismatisch ist, gibt es nach wie vor nur lückenhafte Kenntnisse über das Vorkommen dieser Pilze. Deshalb ruft die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) in diesem Jahr wieder zum Melden von Fliegenpilzfunden auf; naturgucker.de ist als Partner bei der Aktion mit von der Partie. Wer in den kommenden Monaten (Aktion läuft bis zum 31. Dezember 2022) Beobachtungen meldet und dazu Fotos hochlädt, nimmt an einer Verlosung teil. Mehr Informationen über die Aktion und die 25 Preise finden sich hier.

Falls Sie noch einen Schritt weiter gehen und eigene Wissenslücken füllen möchten, ist das neue kostenlose Lernangebot Pilze 1 der NABU|naturgucker-Akademie* vielleicht etwas für Sie. Darin erfahren Sie von Dr. Rita Lüder und ihrem Mann Frank Grundlegendes über das Reich der Pilze und erhalten fundierte Einblicke in wichtige Pilzfamilien und -gattungen. Das ist nicht nur spannend, sondern hilft Ihnen auch dabei, Ihre Funde später leichter bestimmen zu können.

In diesem Sinne: Naturgucken macht Spaß und schafft gemeinsam Wissen!

Herzlicher Gruß 
Jörg Chmill-Völsch, Yvonne Christ, Frank P. Gröhl, Gaby Schulemann-Maier, Ina Siebert, Stefan Munzinger
und das gesamte Team von naturgucker.de

 

PS: Falls Sie uns ein wenig finanziell unterstützen möchten – naturgucker.de ist als gemeinnützig anerkannt und darf deshalb Spendenquittungen ausstellen. Wir würden uns sehr freuen!
naturgucker.de gemeinnützige eG * IBAN DE06 4306 0967 4104 3103 00 * GLS Bank

 

* Das Projekt NABU|naturgucker-Akademie wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

2. Juli 2022

 

naturgucker.de: SIGMA Naturbild, Schmetterlinge und Co.

Guten Tag,

prächtig metallisch glänzend und ein wenig mit Blütenstaub eingepudert, steht der Rosenkäfer während seines Pollenmahls auf den gelben Staubgefäßen einer Pfingstrosenblüte. Umgeben ist er dabei von zartrosa gefärbten Kronblättern, deren dezente Farbintensität im Licht der Sonne changiert. Als er diese Szene am 5. Mai 2022 im Garten mit seiner Kamera festhielt, ahnte Michael Wüst vermutlich noch nicht, dass seine Aufnahme der Siegerbeitrag unseres diesjährigen Fotowettbewerbs SIGMA Naturbild 2022 werden würde.

 

Von 445 Teilnehmenden wurden insgesamt 10 685 Fotos eingereicht – die Fachjury hatte es nicht leicht! Falls Sie sich selbst gern einen Eindruck über die Vielfalt an Motiven verschaffen möchten, klicken Sie am Computer auf der Seite naturgucker.de zuerst im Navigationsmenü auf „bilder“ und dann auf den Reiter „SIGMA Naturbild“.

Jury-Sprecherin Antonia Moers von SIGMA erklärte: „Die Siegerauswahl war wie jedes Jahr nicht einfach und wir nahmen uns viel Zeit, über einzelne Bilder zu diskutieren und das auszuwählen, welches unserer Meinung nach nicht nur das Thema 'Natur im Frühling' am besten umgesetzt hat. Besonders gut gefällt uns bei dem Foto der Bildaufbau. Das Motiv ist zentral platziert und wird durch die Blüte eingerahmt. Dennoch scheint der Käfer aus der Anordnung ausbrechen zu wollen, was alles etwas auflockert und die Komposition nicht zu statisch werden lässt. Zudem wirken die Farben sehr harmonisch und sorgen so beim Betrachten für heitere und frühlingshafte Gefühle. Wir freuen uns über die zahlreichen und interessanten Beiträge und gratulieren dem Gewinner!“

Gewonnen hat Michael Wüst damit ein hochwertiges Objektiv, das 105mm F2,8 DG DN MACRO | Art von SIGMA im Wert von 749 €. Der ambitionierte Hobbyfotograf verriet uns, dass er sich sehr freue, da ihn die Insektenfotografie zunehmend reize. Unter allen Teilnehmenden wurden außerdem sechs Naturbücher aus dem Programm des Haupt Verlags und zehn Jahres-Abos des Naturgucker-Magazins verlost.

Erste Ergebnisse der großen Insekten-Zählaktion

Die bundesweite Mitmach-Aktion NABU Insektensommer ist in ihrem fünften Jahr. Von Beginn an ist naturgucker.de als Partner mit von der Partie. In der Zeit vom 3. bis 12. Juni 2022 fand der erste diesjährige Zählzeitraum statt, der zweite folgt vom 5. August bis 14. August. Was beim Betrachten der Ergebnisse der Frühlingszählung auffällt, ist ernüchternd: Obwohl sich Tausende Menschen beteiligt haben, fiel die Anzahl der Meldungen nicht allzu hoch aus, weil es draußen offenbar vergleichsweise wenige Insekten zu entdecken gab.

Während sich wie in den Vorjahren verschiedene Hummelarten, Honigbienen, Hainschwebfliegen und Asiatische Marienkäfer durchaus beobachten ließen ließen, fiel die Anzahl der Sichtungen anderer kleiner Tiere stark ab. Stets in der Top 10 vertreten war und ist die Lederwanze. Doch wurden in den ersten vier Jahren während der jeweiligen ersten Zählzeiträume durchschnittlich 3 144 Individuen gemeldet, waren es in diesem Jahr nur 1 917. Das entspricht einem Minus von rund 39 %. Der (unbestimmte) Rosenkäfer, Protagonist aus unserem Fotowettbewerb, hat im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahreszeiträume dieses Mal 18 % eingebüßt.

Einer der Gründe für diese Entwicklung dürfte das Wetter sein. Vielerorts war es im Frühling sehr trocken, in anderen Regionen dagegen kühl, windig und oft regnerisch. Hinzu kam der milde Winter, der es vielen Insekten schwer gemacht haben dürfte. Ist es für die Jahreszeit zu warm, verschimmelt so manches überwinternde Insekt buchstäblich. Davon betroffen sein könnten zum Beispiel Schmetterlingsraupen oder -puppen.

Insekten weiterhin im Blick behalten

Wie sich die Beobachtungszahlen in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln werden, ist für Aktive im Naturschutz ebenso wie für Forschende und natürlich genauso für engagierte Beobachtende spannend, denn es sind wichtige Daten. Deshalb bitten wir Sie, all Ihre Insektensichtungen auf naturgucker.de zu melden.

Wer in Nordrhein-Westfalen wohnt, kann sich noch bis zum 15. Juli an der Aktion Zeit der Schmetterlinge des NABU NRW beteiligen. Schon seit Jahren ist naturgucker.de auch hierbei als Partner an Bord.

In diesem Sinne: Naturgucken macht Spaß und schafft gemeinsam Wissen!

Herzlicher Gruß

Jörg Chmill, Yvonne Christ, Frank P. Gröhl, Gaby Schulemann-Maier, Stefan Munzinger, Ina Siebert und das gesamte Team von naturgucker.de

PS: Falls Sie uns ein wenig finanziell unterstützen möchten - naturgucker.de ist als gemeinnützig anerkannt und darf deshalb Spendenquittungen ausstellen. Wir würden uns sehr freuen!

naturgucker.de gemeinnützige eG * IBAN DE06 4306 0967 4104 3103 00 * GLS Bank

4. Juni 2022

 

naturgucker.de: Feldflur und umsichtiges Naturgucken

Guten Tag,

wussten Sie, dass rund 53 % der Fläche Deutschlands landwirtschaftlich genutzt werden? Auf welche Weise und wie intensiv dies geschieht, entscheidet maßgeblich darüber, wie groß die Artenvielfalt im jeweiligen Teilgebiet ausfällt. Für Naturbegeisterte bietet die Feldflur abseits der „Monokultur-Wüsten“ und Hochleistungsäcker viel zu entdecken.

Seit wenigen Tagen wartet das kostenlos nutzbare Lernthema Feldflur bei der NABU|naturgucker-Akademie* darauf, von Ihnen erkundet zu werden. Mit einer Gesamtlernzeit von rund 48 Stunden ist es das bisher umfangreichste Angebot der virtuellen Bildungsstätte. Unter anderem wird vermittelt, wodurch sich eine Wiese von einer Weide unterscheidet, warum Hecken und Krautsäume für die Artenvielfalt in der Feldflur so wichtig sind und wie Nutzungsintensität im Detail sowie biologische Vielfalt miteinander verknüpft sind.

In wenigen Tagen erscheint außerdem das zweite neue Lernthema Umsichtiges Naturgucken. Es hat sicherlich für alle Naturbeobachtenden einen sehr hohen Stellenwert. Denn begeben wir uns in die Natur, sollten wir uns auch der damit verbundenen enormen Verantwortung bewusst sein. Durch unsere bloße Anwesenheit sowie unser Tun beeinflussen wir die Umwelt, und natürlich ist es auch kein rechtsfreier Raum. Hier setzt das Lernangebot an, das die rechtlichen Hintergründe vermittelt und unsere Einflüsse auf Pflanzen, Tiere, Pilze und Böden beschreibt. Etwa sechs Lernstunden können Sie für das Thema einplanen.

Projekte rund um Insekten

Draußen summt und krabbelt es derzeit an vielen Stellen. Wer da wo auf zarten Flügeln oder flinken Beinen unterwegs ist, ist Gegenstand verschiedener Untersuchungen.

Vom 3. bis 12. Juni 2022 findet der erste diesjährige Zählzeitraum der Aktion NABU Insektensommer statt, bei der naturgucker.de wieder als Partner dabei ist. Eine Stunde lang sollen Insekten nach einer bestimmten Methode dokumentiert werden, die auf der Aktionsseite erläutert wird. Vielleicht haben Sie ja Zeit und Lust, selbst mitzumachen. Beim Melden der Daten und beim Bestimmen der Insektenfunde hilft die speziell für das Projekt entwickelte WebApp. Die darin integrierte Erkennungshilfe basiert auf der Technologie von Excire, und sie kennt derzeit 19 der 27 in Deutschland vertretenen Insektenordnungen. Damit deckt sie über 98 % der Arten ab, die am häufigsten via naturgucker.de gemeldet werden.

Den NABU Mecklenburg-Vorpommern unterstützt naturgucker.de bei der Suche nach der Ochsenzungen-Sandbiene. Bisher gibt es deutschlandweit kaum Fundmeldungen dieser stark gefährdeten, seltenen Wildbienenart. „Wir wollen herausfinden, wie häufig sie wirklich in unserem Projektgebiet vorkommt“, erklärt Juliane Brasch vom NABU MV. „Fachleute vermuten, dass dies weit häufiger der Fall ist, als aktuell bekannt.“ Gesucht wird in der Region, die sich von der Rostocker Heide über die Vorpommersche Boddenlandschaft bis nach Westrügen erstreckt. Hier sollen sich Naturinteressierte auf die Suche nach der Ochsenzungen-Sandbiene begeben und ihre Beobachtungen in die Projekt-App „Vielfalt erforschen“ eingeben, welche zudem bei der Bestimmung der Art hilft. Alle Infos zur Aktion und zur App finden sich hier. Übrigens können auf naturgucker.de selbstverständlich Funde dieser Wildbienen aus allen anderen Regionen Deutschlands gemeldet werden.

Draußen sind inzwischen die ersten Heuschreckengesänge zu hören. Diese Insekten zeigen sehr faszinierende Verhaltensweisen, von denen sich etliche mittels Bildern gut dokumentieren lassen. Mit Videos lassen sich beispielsweise zusätzlich arttypische Gesänge mit einfangen, die wiederum hilfreich für die Bestimmung sein können – etwa wie in diesem Beispiel des charakteristischen Gesangs eines Nachtigall-Grashüpfers. Manfred Alban Pfeifer, Mitglied des naturgucker.de-Fachbeirates, arbeitet zurzeit an einem E-Learning-Thema über Heuschrecken. Es soll 2023 bei der NABU|naturgucker-Akademie veröffentlicht werden. Darin würde er gern Videos spezieller Szenen aus dem Leben der Heuschrecken einsetzen. Vielleicht möchten Sie ihn ja unterstützen und die Filme auf naturgucker.de bereitstellen? Auf dieser Seite erfahren Sie, was benötigt wird.

Bunte Themenvielfalt

Infos und Hintergründe zu allerlei Themen finden sich auf naturwerke.net, der „kleinen Schwester“ von naturgucker.de. Dort veröffentlichen Naturbegeisterte ihre Texte, etwa über die Krötenwanderung, den Lebensraum der Helm-Azurjungfer oder neuen Lesestoff über die Bestimmung fliegender Kleinvögel. Klicken Sie sich doch mal rein!

In diesem Sinne: Naturgucken macht Spaß und schafft gemeinsam Wissen!

Herzlicher Gruß

Jörg Chmill, Yvonne Christ, Frank P. Gröhl, Gaby Schulemann-Maier, Stefan Munzinger, Ina Siebert und das gesamte Team von naturgucker.de

PS: Falls Sie uns ein wenig finanziell unterstützen möchten - naturgucker.de ist als gemeinnützig anerkannt und darf deshalb Spendenquittungen ausstellen. Wir würden uns sehr freuen!

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* Das Projekt NABU|naturgucker-Akademie wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.


 

15. April 2022

 

naturgucker.de: Frohe Ostern, Fotowettbewerb und mehr

Guten Tag,

wie intensiv die inzwischen mehr als 112 000 auf naturgucker.de Aktiven die Natur im Blick haben, belegen die bei uns gemeldeten Beobachtungen. Sie dokumentieren derzeit, wie mit dem Voranschreiten des Frühlings mehr und mehr Arten wieder aktiv werden. Am 17. März 2022 wurde beispielsweise der erste Wiedehopf gemeldet und am 30. März 2022 folgten die ersten Mehlschwalben. Und das, obwohl es zwischendurch nochmals empfindlich kühl wurde. In anderen Artengruppen gibt es ähnliche „Jahres-Premieren“ zu verzeichnen.

Bei den Bildern offenbart sich das Erwachen der Natur ebenso. Pflanzen, Pilze, Wirbeltiere und Wirbellose – das volle Spektrum der Artenvielfalt findet sich unter den neu hochgeladenen Beobachtungen, Bildern und Videos. Am 25. März 2022 wurde bei den Naturbildern die 2,5-Millionen-Grenze geknackt. Das Jubiläumsfoto von Sonja Klein zeigt eine männliche Kornweihe im Flug. Wir sind sehr gespannt darauf, welche tollen Motive sich Ihnen in den kommenden Frühlingswochen bieten werden. Indem Sie Ihre Fotos auf naturgucker.de veröffentlichen, können Sie sie mit einem Mausklick bei unserem großen Fotowettbewerb ins Rennen schicken.

SIGMA Naturbild 2022

Gemeinsam mit SIGMA, einem Hersteller hochwertiger Objektive, Kameras und Blitzgeräte, veranstalten wir wieder den Wettbewerb „SIGMA Naturbild“. Natur im Frühling lautet dieses Mal das Motto. Vom 15. April bis 29. Mai 2022 können Fotos eingereicht werden, die im meteorologischen Frühling entstanden sind – ganz egal in welchem Jahr oder ob auf der Nord- beziehungsweise Südhalbkugel; die ausführlichen Teilnahmebedingungen sind hier nachzulesen.

Diesjähriger Hauptpreis ist das Objektiv 105mm F2,8 DG DN MACRO | Art von SIGMA im Wert von 749 €. Nach Abschluss des Wettbewerbs entscheidet eine Fachjury darüber, wer es erhalten wird. Unter allen Teilnehmenden werden außerdem mehrere Naturbücher aus dem Haupt Verlag sowie Jahresabos des Naturgucker-Magazins verlost. Hierbei sind die eingereichten und den Wettbewerbsvorgaben entsprechenden Fotos jeweils ein Los. Infos über sämtliche Preise finden Sie an dieser Stelle.

Neue Bestimmungshelfer

Einigen von Ihnen sind auf naturgucker.de bei den Vögeln, Säugetieren oder Pilzen in einer Reihe von Artporträts vielleicht schon die „Pfeilbilder“ aufgefallen. In diese Fotos wurden Markierungspfeile und Ziffern eingearbeitet, zu denen sich begleitende Texte in den dazugehörigen Bildbeschreibungen finden. Mit diesen Bildern möchten wir Hilfestellungen beim Bestimmen der Arten bieten. Getreu unserem Motto, Menschen für die Natur und das Beobachten zu begeistern, erweitern wir damit unser Angebot auf naturgucker.de. Ausgewählt und bearbeitet werden die Fotos unter Federführung der NABU|naturgucker-Akademie*. Wie dabei vorgegangen wird, beschreibt unser ausführlicher Beitrag auf naturwerke.net.

Rebhühner im Blick

Von vielen Feld- und Wiesenbrütern sind in Deutschland lediglich Restbestände übrig. Damit die in Bedrängnis geratenen Vogelarten von Schutzmaßnahmen bestmöglich profitieren können, werden Beobachtungsdaten über die verbliebenen Vorkommen benötigt. Sie können den Naturschutz unterstützen, indem Sie Ihre Rebhuhn-Beobachtungen und gern ebenso alle weiteren Sichtungen von Tieren, Pflanzen und Pilzen auf naturgucker.de melden. Dort veröffentlichte Beobachtungen können direkt von den im Naturschutz Aktiven für ihre Arbeit genutzt werden.

Vor allem in Baden-Württemberg wird derzeit verstärkt nach Rebhühnern gesucht. Mit den Daten sollen Forderungen nach einem schnellen Voranbringen des angekündigten Bodenbrüterprogramms der Landesregierung untermauert werden. Mehr zum Thema gibt es in einem kürzlich vom NABU Baden-Württemberg veröffentlichten Bericht.

Verstärkung gesucht! (Achtung, die Stelle ist inzwischen besetzt!)

Auf naturgucker.de wird seit Februar 2008 ein riesiger Datenschatz zusammengetragen. Darin stecken jede Menge Informationen über den Zustand unserer heimischen Natur. Diese teils noch verborgenen und für den Naturschutz immens wichtigen Zusammenhänge möchten wir künftig durch Auswertungen und moderne grafische Aufbereitungsmethoden verstärkt in den Fokus rücken. Dafür suchen wir im Umfang einer Zweidrittelstelle oder in Vollzeit zum nächstmöglichen Zeitpunkt Verstärkung für unser Team. Sämtliche Details erfahren Sie in unserer aktuellen Stellenausschreibung „Datenspezialist (d/m/w)“. Sie sind interessiert? Dann kontaktieren Sie uns! Und ganz wichtig: Weitersagen ist unbedingt erwünscht.

Abschließend möchten wir Ihnen für die kommenden Frühlingswochen viele schöne Naturmomente wünschen. Und nicht zu vergessen: Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben entspannte Ostertage.

In diesem Sinne: Naturgucken macht Spaß und schafft gemeinsam Wissen!

Herzlicher Gruß

Jörg Chmill, Yvonne Christ, Frank P. Gröhl, Gaby Schulemann-Maier, Stefan Munzinger, Ina Siebert und das gesamte Team von naturgucker.de

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* Das Projekt NABU|naturgucker-Akademie wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.


 

12. Februar 2022

 

naturgucker.de: Spannendes über Säugetiere

Guten Tag,

wussten Sie schon, dass es derzeit auf der Erde rund 6 500 Säugetierarten gibt? So viele wurden bereits wissenschaftlich beschrieben, einige weitere Arten dürften noch auf ihre Entdeckung warten. Insgesamt machen die Säugetiere aber nur 0,3 Prozent aller (uns bekannten) Arten aus. Obwohl das erstaunlich wenig ist, sind sie ungemein spannend. Sie kommen auf jedem Kontinent vor und bewohnen sämtliche Lebensräume vom Hochgebirge bis zum Ozean sowie von Wäldern bis zu Wüsten.

Was Säugetiere ausmacht, auf welche Überlebensstrategien sie setzen und wie man sie am besten beobachtet – zum Beispiel indirekt in Form von Fährten –, damit beschäftigt sich ein neues Lernangebot der NABU|naturgucker-Akademie*. Ab sofort können Sie die umfangreichen Lerninhalte über Säugetiere kostenlos abrufen. Beim Lernen lässt sich gut ein verregnetes Wochenende überbrücken, an dem man lieber nicht nach draußen geht. Oder an dem vielleicht die gern genutzte Meldeseite für Naturbeobachtungen nur eine Fehlermeldung zeigt …

Serverausfall bei naturgucker.de Ende Januar

Das hat uns wirklich nicht begeistert! In der Nacht vom 27. auf den 28. Januar 2022 ist der Server von naturgucker.de aufgrund eines technischen Defekts ausgefallen. Dadurch war die Seite tagelang nicht zu erreichen. Erst am frühen Morgen des 31. Januar ist es unserem IT-Spezialisten Reinhard Lanzhammer nach intensiver Reparaturarbeit gelungen, die Seite wiederzubeleben. Leider hatte er dabei weniger Unterstützung als von uns erhofft seitens unseres Hosters Strato erhalten. Guter Service war anscheinend einmal.

Wir haben aber eine gute Nachricht: Es sind keine Daten verloren gegangen. Der große, für den Naturschutz und die Forschung nützliche Datensatz ist uns wichtig. Wir legen deshalb regelmäßig Sicherungskopien der Datenbanken an und es gibt inzwischen außerdem einen zweiten Server, der im Hintergrund bereitsteht. Zudem liegen die Bilder auf Flickr und die Videos auf Vimeo. Beide Plattformen arbeiten wiederum selbst mit umfangreichen Sicherungskonzepten.

Über den „Server-Crash“ haben wir unsere anderen Informationskanäle sofort berichtet: naturgucker.info, NABU|naturgucker-Akademie und das Facebook-Profil von naturgucker.de. Außerdem erhielten die Aktiven der Signal-Gruppe natur|chatter eine Nachricht. Wenn Sie dieser Signal-Gruppe beitreten möchten, können Sie sich dort anmelden.

Das große Los gezogen

Vom 27. November 2021 bis zum 6. Januar 2022 hat unser traditioneller Winter-Beobachtungswettbewerb stattgefunden. Dabei galten die durch registrierte Aktive gemeldeten Beobachtungen jeweils als ein Los. Den Hauptpreis der Verlosung, ein Fernglas CL Companion 8x30 von SWAROVSKI OPTIK im Wert von 1 200 €, erhielt Birgit Wichelmann-Werth. Schon seit dem 27. Februar 2011 meldet die engagierte Naturliebhaberin ihre Beobachtungen auf naturgucker.de – es sind inzwischen über 116 000 (Respekt!).

„Da das Reisen in die Ferne ja derzeit kaum möglich ist, bin ich viel in der Umgebung unterwegs, vor allem an der Wetterauer Seenplatte. Dort beobachte ich die Wasservögel. Mein Highlight in der vergangenen Woche war ein Prachttaucher. Der war allerdings so weit entfernt auf der anderen Seite des Sees, dass ich ihn mit meinem alten Fernglas kaum entdeckt, geschweige denn identifiziert hätte. Dieses Erlebnis habe ich ganz eindeutig meinem neuen Companion zu verdanken“, schrieb uns die glückliche Gewinnerin kürzlich. Wir freuen uns von Herzen mit ihr und für sie!

Wieder kein NABU|naturgucker-Kongress

Weniger erfreulich ist dagegen etwas anderes. Auch in diesem Jahr wird es wegen der Pandemie bedauerlicherweise keinen NABU|naturgucker-Kongress geben können. Nach wie vor erscheint uns die Situation zu unüberschaubar, als dass wir guten Gewissens für den Herbst unsere große Veranstaltung planen könnten. Unsere Hoffnung ruht nun auf 2023. Doch vielleicht ergibt es sich ja, dass sich Aktive aus unseren Reihen schon in diesem Jahr hier oder da beim Beobachten draußen über den Weg laufen und sich so auch ohne unseren Kongress mal wieder persönlich treffen.

In diesem Sinne: Naturgucken macht Spaß und schafft gemeinsam Wissen!

Herzlicher Gruß

Jörg Chmill, Yvonne Christ, Frank P. Gröhl, Gaby Schulemann-Maier, Stefan Munzinger und das gesamte Team von naturgucker.de

PS: Falls Sie uns ein wenig finanziell unterstützen möchten - naturgucker.de ist als gemeinnützig anerkannt und darf deshalb Spendenquittungen ausstellen. Wir würden uns sehr freuen!

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