Grundsätzliches zu Beobachtungen

Wichtiger Hinweis: Bei den auf unseren Hilfeseiten gezeigten Abbildungen handelt es sich um Bildschirmfotos (Screenshots). Eine Bedienung der Seite ist darüber nicht möglich. Um die erläuterten Details umzusetzen, rufen Sie bitte unsere Seite naturgucker.de auf und führen Sie die Aktionen dort durch. Zum Öffnen der Seite bitte hier klicken.


Beobachtungen sind zusammen mit den Bildern die hauptsächlichen Datenteile von naturgucker.de. Sie können gebiets- oder artspezifisch in Listen oder über Karten abgerufen und ausgewertet werden. Außerdem sind sie mit den Kommentaren verknüpft, die zu ihnen hinterlegt werden.

Der Begriff "Meldung" wird in unseren Hilfetexten fortan parallel zum Begriff "Beobachtung" genutzt.

Grundsätzlich gibt es bei naturgucker.de zwei Wege, Beobachtungen zu melden:

Einzelbeobachtungen

Wenn Sie den Knopf "neue beobachtung" auf naturgucker.de links in der grauen Spalte anklicken, können Sie in dem sich dadurch öffnenden Formular Ihre Beobachtungen melden, indem Sie per Doppelklick eine Verortung auf der gezeigten Karte setzen. 

Dieser Weg eignet sich besonders für das Melden von Einzelbeobachtungen zwischendurch, z. B. die Mäusebussardsichtung auf dem Weg zur Arbeit. Solche Beobachtungen werden bei naturgucker.de als Einzelbeobachtungen bezeichnet.

Erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie eine neue Einzelbeobachtung eingeben können: bitte hier klicken.

Gebietsbeobachtungen

Wenn Sie in einem Gebiet öfters beobachten und/oder meinen, dass auch andere Beobachter öfters mal vorbeischauen, gibt es die Möglichkeit der Gebietsbeobachtung. Hierbei weisen Sie Ihre Beobachtungen einem individuellen und auf naturgucker.de bestehenden Beobachtungsgebiet zu. Dafür setzen Sie nicht per Doppelklick eine Verortungsmarker auf die gezeigte Karte, sondern wählen durch Anklicken einen der dort gezeigten Gebietspunkte aus (blau, rot oder grau gefärbt, siehe Erläuterung der farblichen Kennzeichnung).

Alternativ können Sie auch ein Gebiet über die Suche (ganz oben auf der Seite von naturgucker.de) auswählen, bevor Sie den Knopf "neue beobachtung" anklicken. 

Bei diesem Weg stehen Ihnen Möglichkeiten zum Erfassen vieler Beobachtungsdetails zur Verfügung. Solche Beobachtungen werden bei naturgucker.de generell als Gebietsbeobachtungen bezeichnet.

Wenn Sie Schritt für Schritt erfahren möchten, wie Sie neue Gebietsbeobachtungen eingeben können, dann klicken Sie bitte hier.

Beobachtungen mobil erfassen

Mit Hilfe der NaturApps von naturgucker.de oder in Kooperation mit Partnern herausgegebenen Anwendungen für Smartphones können Sie Beobachtungen auch ganz leicht unterwegs erfassen. Dafür ist nicht einmal eine Verbindung zum mobilen Internet erforderlich. Die Daten können später per WLAN an naturgucker.de übertragen werden. Viele der Apps sind kostenlos. Erfahren Sie mehr über die NaturApps, wo sie erhältlich sind und wie man sie bedient: weitere Infos lesen ...

Beobachtungen per Monitoring-Formular erfassen

Im Rahmen verschiedener Monitoring-Projekte bietet naturgucker.de neben der gängigen und oben beschriebenen Methode zur Erfassung von Beobachtungen spezielle und projektbezogene Online-Formulare an. Mit Hilfe dieser Formulare können Beobachtungen sowohl von registrierten und angemeldeten Nutzern als auch von nicht angemeldeten/nicht registrierten Nutzern an naturgucker.de übermittelt werden. Detaillierte Informationen zur Bedienung dieser Monitoring-Formulare finden Sie hier.

Welche Beobachtungen sollten gemeldet werden und welche nicht?

"Soll ich wirklich jede Amsel und jedes Gänseblümchen melden oder lieber doch nur die besonderen Arten?" - Diese Frage wird den Betreibern von naturgucker.de vergleichsweise häufig gestellt. Unsere Antwort darauf lautet grundsätzlich: Bitte melden Sie alles, angefangen von den Allerweltsarten bis zu den besonderen Spezies. Nur so kann ein möglichst ausführlicher "Statusbericht" aus der Natur gewonnen werden. Zumal die vermeintlich "uninteressanten", da häufigen Arten keineswegs so unwichtig sind, wie oft angenommen wird.

Was derzeit noch häufig ist, könnte künftig selten sein. Werden die Arten jetzt nicht gemeldet, dann könnten künftig konkrete Zahlen aus der Vergangenheit fehlen. Außerdem bilden gerade die (noch) häufig anzutreffenden Allerweltsarten einen großen Teil der Biomasse. Rückgänge unter den häufigen Arten machen sich demnach in stärkerem Maße bemerkbar als ein Schwund bei seltenen Arten.

Ein Rechenbeispiel hierzu: Wenn von den durch Südbeck et al. (2007) postulierten 41.000 - 64.000 Brutpaaren des Pirols 5 % binnen eines bestimmten Zeitraumes verschwinden würden, entspräche das einem Verlust von 2.500 - 3.200 Brutpaaren, also maximal 6.400 Individuen. Dieselben Autoren gaben für den Haussperling 5.600.000 - 11.000.000 Brutpaare in Deutschland an. Ginge man für diese Vogelart von einem Rückgang um 5 % innerhalb desselben Zeitraumes wie beim Pirol aus, entspräche dies einem Verschwinden von 280.000 - 550.000 Brutpaaren oder maximal 1,1 Millionen Individuen. Damit wird deutlich, wie gravierend unterschiedlich sich derselbe prozentuale Rückgang auf Individuen umgerechnet bei den beiden Vogelarten darstellen würde.

Für Pflanzen wurde in einer 2019 veröffentlichten Studie nachgewiesen, dass mäßig häufige Arten die höchsten Verluste zu verzeichnen haben, siehe Originalpublikation. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, jede Beobachtung zu melden, sei sie aus dem Garten, aus dem urbanen Raum, aus der freien Natur oder aus einem renaturierten Steinbruch.

Einzig Beobachtungen gebietsfremder Tiere, die in Zoos oder ähnlichen Einrichtungen gemacht wurden, sollten nicht gemeldet werden. Asiatische Elefanten mitten in Deutschland erscheinen wenig sinnvoll. Ein im Zoo wohnender Graureiher ist hingegen eine Meldung wert.

Abschließend möchten wir noch darauf hinweisen, dass das Melden seltner und sensibler Arten auf naturgucker.de auch geschützt möglich ist. Das heißt, dass Sie als Beobachter einzelne Meldungen als "geschützt" markieren können. Dadurch werden die Arten zwar in den allgemeinen Beobachtungslisten noch angezeigt. Aber der Beobachter und der exakte Ort der Sichtung werden nicht vermerkt; lediglich das Bundesland wird angezeigt. So können andere Menschen die sensiblen Arten nicht in der Natur aufspüren. Wie Sie eine Beobachtung als geschützt markieren können, erfahren Sie hier.