NABU|naturgucker-Akademie – vielfältige Lernangebote rund um Artenwissen und mehr

Einfach mehr wissen – über Arten und wie sie miteinander vernetzt sind. Welche Pflanzen den Insekten besonders gut schmecken. Wo sie am liebsten wachsen. Wer da sonst noch mit ihnen lebt. Oder wie Sie zum Kuckuck den Fitis vom Zilpzalp unterscheiden.

Das und vieles mehr bietet Ihnen schon bald die NABU|naturgucker-Akademie. Sie wird ein Online-Lernort für Naturbegeisterte sein. Dabei entscheiden Sie, wann und wie viel Sie lernen möchten. Von Vögeln über Insekten und Pflanzen bis hin zu Pilzen und verschiedenen Lebensräumen werden unsere Inhalte reichen. Egal, ob Sie auf dem Sofa lernen, während einer Zugfahrt oder auf dem Liegestuhl im Garten – alles wird für Sie per Mausklick und kostenlos bereitstehen.

Tauchen Sie ein in unsere vielfältigen Themen. Künftig finden Sie bei uns Videos, interaktive Aufgaben und vieles mehr. Spannende Vorträge und natürlich die Möglichkeit, sich mit Experten und anderen Lernenden auszutauschen, runden das Ganze ab. Seit Ende Oktober 2021 gibt es mit dem Thema Vögel das erste Lernangebot, schon bald werden weitere folgen.

--> Jetzt die artenwissen.online besuchen ...

 

Unser Konzept

Die sich derzeit im Aufbau befindende virtuelle NABU|naturgucker-Akademie wird ihre E-Learning-Angebote in modular gestalteten Ausbildungspaketen anbieten, die über die reine Artenkenntnis hinausgehen sollen. Zusätzlich offerieren Lebensraumkurse ein lebensraumspezifisches Lernangebot, das eine erste Orientierung bietet und das Herausbilden eines persönlichen Interesses an bestimmten Artengruppen oder an spezifischen Lebensräumen erlaubt. Grundkurse sind ein Angebot an Menschen, die sich bereits für eine spezielle Artengruppe interessieren. Alle Kurse werden durch entsprechende E-Learning-/Bestimmungs-Apps ergänzt, die es mit solchen Lernfunktionalitäten bislang nicht gibt.

 

Die stufenweise Konzeption der Angebote, bei dem die Kurse aufeinander aufbauen, unterstützt die Lernenden in ihrem Lernprozess, den sie nach eigenem Interesse und persönlichen Ressourcen gestalten können. Gleichzeitig bietet ein Stufenmodell die Möglichkeit, die Qualifizierung der Lernenden gezielt zu steuern. Die Lernangebot werden jeweils von Artenspezialisten inhaltlich erarbeitet und auf Basis der didaktisch-methodischen Konzepte der Didaktik der Biologie der LMU umgesetzt.

Wesentliches Merkmal des Ausbildungsangebots soll es sein, dass die Lerninhalte crossmedial über verschiedene Medien hinweg in unterschiedlichen Lernformen angeboten und individuell kombiniert werden können. So wird im Lernprozess soziale Interaktion erfolgversprechend mit informellen und einfach zugänglichen Lernangeboten verknüpft. Erfolgskritisch ist dabei, dass die persönlichen Vorlieben und Interessen der potenziellen Nutzer*innen bedient werden und sogenannte soziale Funktionen zur Interaktion der Lernenden sowohl untereinander (eine Form von Lerngruppen) als auch mit der NABU|naturgucker-Akademie zur Verfügung stehen.

Kooperationspartner der naturgucker.de gemeinnützige eG bei diesem Projekt sind der Naturschutzbund (NABU) Deutschland e. V., die Hochschule Geisenheim University und die Didaktik der Biologie der LMU München. Zudem wird eine Synergie mit einem weiteren umfangreichen Projekt zum Thema Artenlernen angestrebt.

 

Nachweise und Zertifikate

Mit einem erfolgreichen Abschluss eines Themas können die Lernenden einen Nachweis der NABU|naturgucker-Akademie erlangen. Einige Themen sind inhaltlich auf die Zertifikate der BANU-Akademien ausgerichtet. Somit können sie der Vorbereitung für die Zertifikatsprüfungen dienen.

Unsere Beweggründe für die Akademie-Gründung

Dass selbst in Kreisen Naturinteressierter hinsichtlich des Artenwissens teils deutlich "Luft nach oben" ist, haben die beiden arten|pisa-Umfragen gezeigt, die von naturgucker.de, dem NABU und der Hochschule Geisenheim University im September 2017 sowie im September 2019 unter zusätzlicher Kooperation der Didaktik der Biologie der LMU München durchgeführt wurden. Hinsichtlich der 36 in der Umfrage abgefragten Arten wurde im Jahr 2017 im Mittel lediglich die Schulnote "ausreichend" erreicht - ein Ergebnis, das durch die Folgeuntersuchung später bestätigt wurde. Damit lässt sich das durchschnittliche Artenwissen als unbefriedigend einstufen, wobei noch einmal hervorzuheben sei, dass die Befragung primär unter naturaffinen Personen erfolgten und somit bereits eine "positive" Vorauswahl getroffen worden war.

Die Möglichkeit, einen Ausweg aus diesem Dilemma der unbefriedigender Artenkenntnisse in der Bevölkerung und des Schwundes der Artenkenner*innen zu finden, bietet naturgucker.de, das soziale Netzwerk für Naturbeobachtungen, bereits seit Jahren. In zwei Befragungen im Oktober 2014 und im August 2017 haben über 25 % der Nutzer*innen von naturgucker.de (Stichprobengröße 2014: n = 2.350, Stichprobengröße 2017: 1.160) angegeben, sich mit naturgucker.de in mindestens eine bislang unbekannte Artengruppe eingearbeitet zu haben, obwohl es keine über die zu diesem Zeitpunkt normalen Funktionen hinausgehenden speziellen Lernangebote gegeben hat.

Bereits mit den seinerzeit vorhandenen Mitteln war demnach sogenanntes "informelles Lernen" möglich. Dabei steht der Wissenserwerb mit sozialen Aspekten in Zusammenhang. Auf naturgucker.de entsprach dies beispielsweise der Möglichkeit, Beobachtungen und Bilder zu kommentieren und Artbestimmungshinweise zu geben beziehungsweise diese zu diskutieren. Schon dadurch haben viele Nutzer neue Artenkenntnisse gewinnen können. Künftig soll das Lernangebot erheblich vergrößert werden - die NABU|naturgucker-Akademie wird deshalb als virtueller Lernort allen Interessierten offenstehen.

 


Das Projekt NABU|naturgucker-Akademie wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.