artenpisa – wie ist es um das artenwissen bestellt?

 

Das Wissen über die belebte Natur unserer Heimat nimmt immer mehr ab, beklagen seit einigen Jahren Naturschützer und Experten. Wie es sich über die Altersklassen verteilt und über welche Artengruppen es besonders viele oder wenige Kenntnisse gibt, soll die große artenpisa-Umfrage von NABU, der Hochschule Geisenheim University und dem Naturbeobachtungs-Netzwerk naturgucker.de klären. Vom 2. bis zum 10. September 2017 fand die Umfrage statt und es beteiligten sich 8.033 Menschen - wir sagen Danke!

Nun beginnt die Auswertung, die durchaus ein wenig aufwendig ist. Warum das so ist, erläutern wir in einem Hintergrundartikel. Dort finden sich auch die Lösungen der 36 Artenfragen.

Zum Hintergrundartikel mit allen Artenfragen-Lösungen...

vom aussterben bedroht: artenkenner

In den Medien wurde das Thema "Insektensterben" im Sommer 2017 verstärkt aufgegriffen. Sicher ist, dass schon seit einiger Zeit Entwicklungen im Gange sind, die sich negativ auf die Artenvielfalt und die Individuenzahlen auswirken. Verlässliche Daten sind jedoch nur spärlich vorhanden. Zurückzuführen ist dies unter anderem darauf, dass es nur noch wenige Insektenkenner gibt, die über ein ausreichend großes Artenwissen verfügen, um Daten – insbesondere zu bestimmten Arten - zu sammeln. Für andere Artengruppen gilt dies gleichermaßen, betonen die Experten von NABU und naturgucker.de.

Woran es liegt, dass es immer weniger Artenkenner gibt und wie groß das Artenwissen in der normalen Bevölkerung ist, wurde bislang nur punktuell untersucht. So gab es beispielsweise unter bayerischen Schülern vor gut einem Jahrzehnt eine Befragung zum Thema heimische Vogelarten. Es zeigte sich, dass sie durchschnittlich nur vier von zehn häufigen Arten benennen konnten. Auf geführten NABU-Exkursionen fällt ebenfalls auf, dass etliche Teilnehmer weniger Tier- und Pflanzenarten als früher benennen können – und das, obwohl diese Menschen sicherlich überdurchschnittlich an der Natur interessiert sind.

Doch auf der anderen Seite sind da die Naturbegeisterten, die sich Mentoren anschließen, um zu lernen. Oder die sich selbst viel über die Artenvielfalt beibringen, indem sie Literatur lesen oder sich auf Internetplattformen wie naturgucker.de mit Gleichgesinnten austauschen. Was bedeutet das in der Summe für das allgemeine Artenwissen in der breiten Bevölkerung? Dieser Frage soll mit der arten|pisa-Umfrage auf den Grund gegangen werden.

artenpisa – die umfrage zum artenwissen

Wie sich das Artenwissen verteilt und wie groß es ist, das möchten der NABU und das Naturbeobachtungs-Netzwerk naturgucker.de gemeinsam herausfinden. Hierfür wurde die große Umfrage "NABU|naturgucker Artenpisa 2017" ins Leben gerufen, an der sich Interessierte vom 2. bis zum 10. September 2017 beteiligen konnten. Die Untersuchung wird begleitet vom Kompetenzzentrum Kulturlandschaft an der Hochschule Geisenheim University.

Für die Teilnahme gab es keine einschränkenden Bedingungen und es spielte auch keine Rolle, ob die Teilnehmer ihren Wissensstand selbst als eher hoch oder niedrig einstufen. Das Artenwissen wurde mit Hilfe eines bebilderten Online-Formulars mit 36 Quizfragen und einiger begleitender Hintergrundfragen erfasst. Der Zeitaufwand für die Teilnahme lag bei circa zehn Minuten.

Bei der Auswertung wird zwischen verschiedenen Gruppen unterschieden, um später überprüfen zu können, ob es Unterschiede in der Ausprägung des vorhandenen Artenwissens gibt oder nicht. So wurden beispielsweise die bei naturgucker.de registrierten Dauermelder um ihre Teilnahme an der Umfrage gebeten. Außerdem gab es einen öffentlichen Teilnahmeaufruf auf Facebook, der somit weniger stark auf die Zielgruppe der mehr oder minder aktiven Naturbeobachter abzielte. Auch der NABU und der ArtenFinder Rheinland-Pfalz, mit dem naturgucker.de kooperiert, führten entsprechende Aufrufe durch.

Selbstverständlich war die Befragung anonym. Wer mochte, konnte auf Wunsch Kontaktdaten angeben, um von uns eine Rückmeldung zu seinen persönlichen Ergebnissen in dem Wissenstest zu erhalten. Die Kontaktdaten werden ausschließlich zum Übermitteln dieser Ergebnisse genutzt. Weil die Auswertung nun einige Zeit in Anspruch nehmen wird, bitten wir um ein wenig Geduld. Sobald uns Ihre persönlichen Ergebnisse vorliegen, werden wir Ihnen diese mitteilen.