wer summt und krabbelt denn da?

(c) Gerwin Bärecke, Thorsten u.Wolfgang Klumb, Markus Hartung, Kerstin Berger, Josef Alexander Wirth / naturgucker.de (von links nach rechts)

Willkommen bei der Informationssammlung zu unserem Monitoring Sommerinsekten. Bitte klicken Sie auf die folgenden Links, um direkt zu den jeweiligen Details weiter unten auf dieser Seite zu gelangen.

Dass heute im Sommerhalbjahr nach Fahrten mit dem Auto erheblich weniger tote Insekten auf der Windschutzscheibe kleben als noch vor wenigen Jahrzehnten, ist bereits vielen Menschen aufgefallen. Was für Autofahrer zunächst angenehm zu sein scheint, ist in Wahrheit ein Alarmsignal. Denn dass weniger Insekten an den Scheiben kleben, deutet an, dass es insgesamt weniger von ihnen gibt.

Belegt hat das auch eine Studie des Entomologischen Vereins Krefeld, derzufolge die Biomasse der Insekten innerhalb von 15 Jahren um bis zu 80% zurückgegangen ist. Unser Partner, der NABU, hat darüber umfassend berichtet und eine rasche Aufklärung der Ursachen gefordert, siehe Pressemitteilung "Dramatisches Insektensterben".

 

monitoring sommerinsekten

Weil auf naturgucker.de seit jeher neben Sichtungen aus vielen anderen Artengruppen auch Insektenbeobachtungen gemeldet werden, sind uns ebenfalls bereits Veränderungen der Anzahl gemeldeter Arten und Individuen aufgefallen. Darüber gab es von unserer Seite vor einiger Zeit bereits einen Bericht über das Jahr 2016.

Da die Insekten den Grundpfeiler der Nahrungskette bilden und ihr Verschwinden erhebliche Folgen für andere Artengruppen nach sich ziehen dürfte, ist uns dieses Thema ausgesprochen wichtig. Deshalb führt naturgucker.de gemeinsam mit dem NABU das Monitoring Sommerinsekten durch, an dem sich jeder Naturinteressierte beteiligen kann.

 

ihre aufgabe

Wir würden es sehr begrüßen, wenn Sie Ihre Insektenbeobachtungen auf naturgucker.de oder nabu-naturgucker.de melden würden. Mit Insekten kennt sich nicht jeder gleichermaßen gut aus. Um es Ihnen möglichst leicht zu machen, haben wir schlaglichtartig elf bekannte und leicht zu bestimmende Arten ausgewählt, siehe weiter unten. Ergänzend dazu bitten wir um Meldungen zu einer Spinnenart, die wir ebenfalls in das Monitoring mit eingeschlossen haben, obwohl sie freilich kein Insekt ist. Wer möchte, kann selbstverständlich auch Beobachtungen weiterer Insektenarten melden, denn je mehr Daten zusammenkommen, desto aussagekräftiger wird das Ergebnis.

Und das sollten Sie beachten:

#1

Teilen Sie uns bitte mit, ob Sie ein erwachsenes Individuum (Imago) oder eine Larve/Raupe beobachtet haben.

#2

Schreiben Sie bitte auch unbedingt auf, wie viele Individuen Sie gesehen haben.

Gerne können Sie auch Fotos hochladen und Bestimmungshilfen durch die Fachbeiräte oder andere Nutzer von naturgucker.de in Anspruch nehmen. Probieren Sie es aus!

Zum Melden müssen Sie entweder bei naturgucker.de registriert sein und den Ihnen bekannten Weg für die Dateneingabe wählen oder Sie nutzen unser
 

 
für die Eingabe Ihrer Beobachtungen. Falls Sie sich für letzteres entscheiden, müssen Sie bei naturgucker.de nicht einmal angemeldet sein. Und das Formular bietet Ihnen den Vorteil, dass Sie es damit besonders leicht haben, die Zielarten unseres Monitorings zu erkennen.

Wenn Sie auf eines der Bilder der dort aufgeführten Arten klicken, öffnet sich ein Fenster, in dem Sie alle auf naturgucker.de vorliegenden bestimmungsrelevanten Fotos der jeweiligen Art sehen. Somit haben Sie die Möglichkeit, Bildmaterial anzuschauen, das Ihnen typische Merkmale der Tiere zeigt.

Detaillierte Hilfestellungen zur Bedienung des Meldeformulars finden Sie hier.

Projektlaufzeit

dauerhaft, in den Monaten 07 - 08 – (09)

Das Monitoring findet 2017 zum ersten Mal statt und soll in den Folgejahren fortgesetzt werden.

 

artbeschreibungen  

Imago, (c) Monika Waldheim/naturgucker.de
Larve, (c) Armin Teichmann/naturgucker.de

Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata)

 

In Deutschland gehört der Siebenpunkt-Marienkäfer zu den häufigsten Marienkäferarten. Etwa ab März bis in den Oktober oder November hinein lassen sich die zwischen 5,2 mm und 8 mm großen Tiere draußen beobachten. Zum Herbst hin suchen sie oft Gebäude auf, um darin zu überwintern.

Hinsichtlich der bewohnten Lebensräume sind Siebenpunkt-Marienkäfer nicht sonderlich spezialisiert. Sie kommen in verschiedenen offenen bis halboffenen Habitaten vor, darunter auch Parkanlagen und Gärten. Meist halten sie sich auf Pflanzen auf, an denen sich viele Blattläuse befinden.

Charakteristisch für den Siebenpunkt-Marienkäfer sind seine roten Flügeldecken, auf denen sich sieben schwarze Punkte befinden. Der Halsschild ist immer schwarz mit zwei weißen Flecken im vorderen Bereich der Seiten.

Larven zeigen eine graue Grundfärbung und haben orange gefärbte Bereiche. Hierbei ist die Anordnung der orangefarbenen Körperpartien wichtig, denn bei den Larven anderer Marienkäferarten ist die Farbverteilung entsprechend unterschiedlich.

 

Artporträt auf naturgucker.de

 

 

 

 

 

Imago, (c) Ursula Spolders/naturgucker.de
Larve, (c) Andreas Schäfferling/naturgucker.de

Asiatischer Marienkäfer (Harmonia axyridis)

 

Ursprünglich stammt der Asiatische Marienkäfer aus dem östlichen Asien. In Mitteleuropa wurde er vom Menschen eingeschleppt. Seit mindestens 2002 tritt er in Deutschland in freier Natur auf. Teils lässt er sich in Massen beobachten. Circa 6 mm bis 8 mm beträgt die Körperlänge dieser variabel gefärbten Tiere.

Es sind sehr viele verschiedene Farbmorphen bekannt, die vor allem auf zwei Varianten basieren: der roten Farbvariante mit roten Deckflügeln sowie mit oder ohne schwarzen Punkten auf diesen sowie der schwarzen Farbvariante mit schwarzen Deckflügeln und einigen roten Flecken. In der roten Farbvariante haben die erwachsenen Käfer ein schwarzes W bzw. M auf dem weißen Halsschild.

Beobachten lassen sie sich etwa von März bis in den Oktober oder November. Zum Überwintern kommen Asiatische Marienkäfer oft in Häuser. Bewohnt wird eine Vielzahl von Lebensräumen, darunter häufig auch Gärten oder Parkanlagen. Gute Chancen auf Beobachtungen hat man an Pflanzen, an denen sich viele Blattläuse befinden.

Auch die Larven des Asiatischen Marienkäfers kommen vielerorts vor. Ihre Grundfärbung ist schwarz mit einem in charakteristischer Weise angeordneten orange gefärbten Muster. Bei der Beobachtung von Larven sollte sehr genau auf dieses Muster geachtet werden, denn es gibt ähnlich aussehende Larven anderer Marienkäferarten, bei denen die Farbverteilung jedoch etwas anders ausfällt.

 

Artporträt auf naturgucker.de

 

(c) Frank Aeckersberg/naturgucker.de
(c) Jutta u. Peter Trentz/naturgucker.de

Ackerhummel (Bombus pascuorum)

 

Etwa von März bis Oktober dauert die Flugzeit der Ackerhummeln. Im Sommer lassen sich diese Tiere in vielen Lebensräumen antreffen, in denen es nektarreiche Blüten gibt. Oft suchen sie sogar Gärten und Parkanlagen auf.

Königinnen fliegen im April und Mai, ab April bis Oktober lassen sich Arbeiterinnen antreffen und etwa ab Mitte August bis in den Oktober sind Jungköniginnen und Männchen unterwegs.

Die Körpergröße hängt vom Geschlecht ab. Königinnen werden 15 mm bis 18 mm lang, Arbeiterinnen 9 mm bis 15 mm und die Männchen oder Drohnen 12 mm bis 14 mm.

Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist die gelbliche bis rötlichbraune Behaarung auf der Oberseite des Thorax. Diese Behaarung kann jedoch bei einigen Individuen stark abgenutzt sein, mitunter ist sie auch ein wenig aufgehellt.

 

Artporträt auf naturgucker.de

 

(c) Andreas Deppermann/naturgucker.de
(c) Ina Siebert/naturgucker.de

Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)

 

In Deutschland gehört die Dunkle Erdhummel zu den am häufigsten vorkommenden Hummelarten. Sie hat ihre Flugzeit von März bis in den Oktober oder November mit drei Maxima etwa Mitte bis Ende März, im Juni und im Juli. Im zeitigen Frühling fliegen Königinnen, Arbeiterinnen sind vom Frühling bis in den Herbst anzutreffen. Jungköniginnen und Männchen fliegen meist ab dem Spätsommer.

Königinnen haben eine Körperlänge von 20 mm bis 28 mm, Arbeiterinnen messen 9 mm bis 10 mm und Männchen (Drohnen) 8 mm. Schwarz ist die Grundfärbung, im vorderen Bereich des Thorax verläuft ein dunkelgelber Streifen. Auch am Hinterleib gibt es im vorderen Bereich einen dunkelgelben Streifen, das Ende des Hinterleibs ist weiß.

Bei der sehr ähnlich aussehenden, aber vielerorts deutlich selteneren Hellgelben Erdhummel (Bombus lucorum) sind die gelben Bereiche in aller Regel deutlich heller als bei der Dunklen Erdhummel.

 

Artporträt auf naturgucker.de

 

(c) Axel Aßmann/naturgucker.de
(c) Andreas Schäfferling/naturgucker.de

Distelfalter (Vanessa cardui)

 

Der Distelfalter hat eine Flügelspannweite von 45 mm bis 60 mm und er ist eine Wanderfalterart. Meist fliegen diese Tiere in Mitteleuropa in der Zeit von Mai bis Juli von Süden her ein.

Beobachten lassen sich diese auf der Oberseite orange, schwarz und weiß gemusterten Tagfalter vor allem in offenen, eher trockenen Landschaften. Doch auch in Gärten und Parkanlagen kommen sie mitunter vor.

In jenen mitteleuropäischen Regionen, in denen sich Distelfalter fortpflanzen, sind im Juni und Juli Raupen der ersten Generation beziehungsweise im August und September Raupen der zweiten Generation zu finden. Sie sind bis zu 40 mm lang und leben hauptsächlich auf der Großen Brennnessel (Urtica dioica).

Hell gelblich bis grünlich-braun ist die Grundfärbung des Körpers der Raupen. Auf dieser Grundfarbe befindet sich ein etwas dunkleres und variables Muster aus Streifen und Flecken.

 

Artporträt auf naturgucker.de

 

 

Imago, (c) Wolfgang Katz/naturgucker.de
Raupe, (c) Ursula Gönner/naturgucker.de

Weißlinge (Pieris indet.)

 

In Mitteleuropa sind mehrere tagaktive Schmetterlingsarten aus der Familie der Weißlinge beheimatet. Viele von ihnen zeichnen sich durch überwiegend weiße Flügel aus, es kommen aber auch Weißlinge mit (teilweise) andersfarbigen Flügeln vor.

Insbesondere wenn sie fliegen, sind Weißlinge nicht immer leicht zu identifizieren, weshalb es oft sinnvoll sein kann, sie als unbestimmte Weißlinge bei den Beobachtungen zu berücksichtigen.

Die Flügelspannweite kann zwischen 35 mm bis 45 mm (kleinste Art) und 60 mm bis 65 mm (größte Art) variieren. Die Raupen sehen je nach Art ein wenig unterschiedlich aus und haben eine Körperlänge von 25 mm bis 45 mm.

Meist fliegen die Tiere schon im Frühling und ihre Flugzeit dauert bis in den Herbst. 

 

Artporträt auf naturgucker.de

 

Weibchen, (c) Ursula Gönner/naturgucker.de
Männchen, (c) Fred Wehner/naturgucker.de

Roesels Beißschrecke (Roeseliana roeselii)

 

Unter denn Laubheuschrecken in Mitteleuropa ist Roesels Beißschrecke die am häufigsten vorkommende und am weitesten verbreitete Art. Zwischen 14 mm und 19 mm sind die Tiere lang, wobei die Männchen etwas zierlicher sind als die Weibchen. Letztere sind leicht an ihrer am Ende des Hinterleib befindlichen Legeröhre zu erkennen.

Farblich sind die Tiere variabel, sie können olivgrün, bräunlich oder gelblichgrün gefärbt sein. Typisch für Roesels Beißschrecke ist, dass der Seitenlappen der Vorderbrust (des Pronotums) einen breiten, hellgrünen bis gelblichweißen Rand hat.

Trockenes sowie feuchtes Grasland wird von dieser Langfühlerschreckenart gleichermaßen bewohnt. Die Männchen singen vor allem am Tage, mitunter jedoch auch nachts.

Etwa ab Mai sind die Larven (Nymphen) zu finden, erwachsene Individuen treten meist ab Ende Juni/Anfang Juli auf und können bis in den September/Oktober angetroffen werden.

 

Artporträt auf naturgucker.de

 

(c) Arno Laber/naturgucker.de
(c) Hans Schwarting/naturgucker.de

Großes Heupferd (Tettigonia viridissima)

 

Mit seiner Körpergröße von 32 mm bis 42 mm (Weibchen) bzw. 28 mm bis 36 mm (Männchen) ist das Große Heupferd die größte in Mitteleuropa vorkommende Langfühlerschreckenart.

Meist sind die Tiere einfarbig grün gefärbt mit einem kleinen, braunen Bereich am Rücken. Gelegentlich kommen Individuen mit grünem Körper und gelben Beinen oder gar gänzlich gelb gefärbte Exemplare vor.

Vom Nachmittag an bis in die Nacht hinein tragen die Männchen ihren sehr lauten Gesang vor. Dafür begeben sie sich oft in Sträucher oder auf Bäume.

Ab April/Mai lassen sich Larven beobachten, erwachsene Individuen treten ab Juni bis in den Oktober auf.

Beobachten lassen sich Große Heupferde in verschiedenen, eher warmen Lebensräumen. Sie kommen sowohl in lichten Wäldern als auch an Waldrändern sowie im Kulturland, auf Ruderalflächen und sogar in Parkanlagen und Gärten vor.

Diese Insektenart wird auch als Grünes Heupferd bezeichnet.

 

Artporträt auf naturgucker.de

 

Männchen, (c) Frank Aeckersberg/naturgucker.de
Frisch geschlüpft, (c) Georg May/naturgucker.de

Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea)

 

Als Mitglied der Familie der Edellibellen (Aeshnidae) ist die Blaugrüne Mosaikjungfer recht groß. Sie hat eine Körperlänge von circa 7 cm bis 8 cm, ihre Flügelspannweite misst 9,5 cm bis 11 cm.

Gelblichgrün mit schwarzer Zeichnung ist der Brustbereich (Thorax) gefärbt, der Hinterleib hat eine schwarze bis braunschwarze Grundfärbung. Darauf befinden sich grüne und blaue Flecken. Anhand der Ausprägung dieser Flecken lassen sich die beiden Geschlechter unterscheiden.

Von Juli bis Oktober dauert die Flugzeit dieser Libellenart. Sie kommt an stehenden und langsam fließenden Gewässern vor. Es werden auch Gartenteiche besiedelt.

Die Larven entwickeln sich im Wasser.

 

Artporträt auf naturgucker.de

 

(c) Maike Sprengel-Krause/naturgucker.de
(c) Christian-Andreas Just/naturgucker.de

Heidelibelle (Sympetrum indet.)

 

Heidelibellen sind vergleichsweise zierliche Libellen und die Männchen mehrerer ähnlich aussehender Arten sind überwiegend rot gefärbt. Anhand charakteristischer Merkmale, die sich im Freiland jedoch nicht immer leicht beobachten lassen, können die Tiere auf Artebene bestimmt werden.

Die Körpergröße ist je nach Art unterschiedlich. Sie variiert artabhängig innerhalb eines Bereichs von 2,8 cm (kleinste Länge der kleinsten Art) bis 4,3 cm (größte Länge der größten Art). Die Flügelspannweite variiert zwischen etwa 4,5 cm (kleinste Spannweite der kleinsten Art) bis circa 6,5 cm (größte Spannweite der größten Art).

Als Lebensraum bevorzugen Heidelibellen langsam fließende oder stehende Gewässer und deren Umgebung. Gern sitzen die Tiere auf Schilf oder anderen Pflanzen in der Uferzone.

In Mitteleuropa lassen sich überwiegend rot gefärbte Heidelibellen (Männchen) sowie die zur jeweiligen Art gehörenden Weibchen vom Frühling bis in den späten Herbst beobachten; die Flugzeit der als erstes auftretenden Art beginnt im Mai und die Flugzeit der am längsten fliegenden Arten endet im November.

Die Larven der Heidelibellen entwickeln sich im Wasser.

Hinweis: Falls Sie Heidelibellen beobachten und diese auf Artebene bestimmen können, würden wir uns freuen, wenn Sie sie mit entsprechender Artzuweisung auf naturgucker.de oder nabu-naturgucker.de melden würden. In einem solchen Fall brauchen die Tiere nicht als Sympetrum indet. gemeldet zu werden. 

Artporträt auf naturgucker.de

 

(c) Monika Waldheim/naturgucker.de
(c) Birgit Wichelmann-Werth/naturgucker.de

Gemeine Parkschwebfliege (Episyrphus balteatus)

 

Zwischen 7 mm und 12 mm beträgt die Körperlänge der Gemeinen Parkschwebfliege. Farblich sind diese Tiere variabel. Ihr Hinterleib kann hell orange und schwarz gefärbt sein, aber auch rötlichorange und schwarz oder bräunlich und schwarz. Aufgrund ihres Musters erinnern diese harmlosen Fliegen an Wespen.

Es werden viele unterschiedliche Lebensräume angefangen von Gärten bis hin zu Wiesen und Waldrändern besiedelt. Gemeine Parkschwebfliegen sind in Mitteleuropa eine der am häufigsten vorkommenden und am weitesten verbreiteten Schwebfliegenarten.

Ihre Flugzeit beginnt meist im März und dauert bis Oktober. Die begatteten Weibchen überwintern und an warmen Tagen können sie zuweilen auch zwischen Oktober und März beobachtet werden.

Diese Tiere tragen einige weitere gebräuchliche Namen, darunter Hainschwebfliege und Winterschwebfliege.

 

Artporträt auf naturgucker.de

 

Weibchen, (c) Birgit Emig/naturgucker.de
Weibchen, (c) Rolf Jantz/naturgucker.de

Wespenspinne (Argiope bruennichi)

 

Obwohl sie kein Insekt ist, sondern zur Klasse der Spinnentiere (Arachnida) gehört, wird die Wespenspinne im Monitoring Sommerinsekten berücksichtigt. Sie ist eine der auffälligsten Spinnenarten, die man im Sommer in Mitteleuropa beobachten kann. Ausgewachsene Weibchen können eine Körperlänge von bis zu 25 mm aufweisen, die Männchen bleiben mit bis zu 6 mm Länge deutlich kleiner. Sie sind auch weniger prächtig gefärbt als die Weibchen. Bei diesen ist der Hinterleib gelb, schwarz und weiß quer gestreift, was an das Muster von Wespen erinnert und zur Namensgebung beigetragen hat.

Die Wespenspinne bewohnt offene, warme Landschaften und baut dort ein Netz mit einem charakteristischen weißen Zickzackmuster in der Mitte.

Bis vor rund 50 Jahren kam die Art vor allem in Südeuropa vor und war in Mitteleuropa eine seltene Erscheinung. Inzwischen verhält sich dies anders, die Wespenspinne kommt immer weiter nördlich vor und ist in Deutschland in vielen Teilen des Landes keineswegs mehr selten.

Jungspinnen lassen sich ab Mai beobachten, erwachsene Individuen beider Geschlechter treten im Juli und August in Erscheinung und danach bis in den Oktober können nur noch erwachsene Weibchen beobachtet werden.

 

Artporträt auf naturgucker.de